Über die Geschichte des Wohnhauses Hüttli 492 sind nur wenige Informationen verfügbar. Aus den Gebäudeschätzungen von 1971 geht hervor, dass das Haus seit 1960 an den Skiclub vermietet wurde. Wie lange die Vermietung fortgesetzt wurde, ist unklar. Offensichtlich wurde die Südfassade saniert, wobei zusätzliche Dämmung und eine Verkleidung aus Eternit angebracht wurden. Vermutlich wurde für die Nutzung als Clubhaus auch eine Dusche installiert. Es gibt keine Hinweise darauf, dass nach 1971 weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Bewohnbarkeit durchgeführt wurden. Obwohl das Haus großen Charme besitzt, erfordert sein Zustand eine Totalsanierung. Räumliche Mängel wie die niedrigen Raumhöhen (1,8 m), das zu kleine Treppenhaus sowie fehlende Schall- und Wärmedämmung können im bestehenden Zustand nicht behoben werden.
Mit einem Ersatzbau soll der Charme des Wohnhauses bewahrt werden. Dabei wird die Volumetrie des Hauptgebäudes beibehalten, ebenso die Lage der Anbauten. Auf die Dachgauben wird jedoch verzichtet. Um die Raumhöhen anzupassen, wird auf das Dachgeschoss verzichtet und stattdessen das Sockelgeschoss ausgebaut. Im Erdgeschoss befinden sich neben den Wohnräumen auch der Hauseingang und ein Autoeinstellplatz. Die Dachschräge beginnt im Obergeschoss in einer Höhe von 1,5 Metern, sodass das steile Satteldach mit der ursprünglichen Neigung erhalten bleibt. Auch die Hauszufahrt wird übernommen. Vor dem Haus soll ein Außensitzplatz entstehen, und die übrigen Flächen werden mit artenreichen Blumenwiesen ergänzt, um Lebensräume für Insekten und Vögel zu schaffen.
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